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Landtagswahl 2008

Der Landeswahlausschuss hat in seiner Sitzung am 13. Oktober 2008 das endgültige Ergebnis der Landtagswahl festgestellt. Danach kommt die CSU auf 43,4 Prozent, die SPD auf 18,6 Prozent, die Wählergruppe Freie Wähler (FW) auf 10,2 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen auf 9,4 Prozent, die FDP auf 8,0 Prozent und die Partei Die Linke auf 4,4 Prozent der gültigen Erst- und Zweitstimmen.

Bild: Sitzung des Landeswahlausschusses am 13. Oktober 2008 - Copyright: Bildarchiv Bayerischer Landtag - Foto: Rolf Poss
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Sitzung des Landeswahlausschusses am 13. Oktober 2008
© Bildarchiv Bayerischer Landtag

Endgültiges Ergebnis
Die Ergebnisse sind auch im Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung unter http://www.landtagswahl2008.bayern.de/ abrufbar.



Wahlbeteiligung
Bei der Wahl zum 16. Bayerischen Landtag war die Wahlbeteiligung in Bayern höher als 2003. Von den 9,3 Millionen Stimmberechtigten – 212 901 mehr als vor fünf Jahren – gaben 57,9 Prozent ihre Stimme ab, 2003 waren es 57,1 Prozent gewesen. Dies bedeutet, dass fast vier Millionen Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht haben.

Verteilung der Gesamtstimmen
Bei der Landtagswahl im Freistaat Bayern hat die CSU entsprechend dem endgültigen Ergebnis einen Gesamtstimmenanteil von 43,4 Prozent erreicht. Es folgen die SPD mit 18,6 Prozent, die Freien Wähler (FW) mit 10,2 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen mit 9,4 Prozent und die FDP mit 8,0 Prozent der gültigen Gesamtstimmen. Alle anderen Parteien und Wählergruppen – angetreten waren insgesamt 14 – blieben unter 5 Prozent der gültigen Gesamtstimmen. Die Partei Die Linke kam auf 4,4 Prozent, die ödp auf 2,0 Prozent, die REP auf 1,4 Prozent, die NPD auf 1,2 Prozent und die BP auf 1,1 Prozent der gültigen Gesamtstimmen. Alle weiteren Parteien erreichten weniger als ein Prozent der Stimmen.

Sitzverteilung: 187 statt 180 Mandate
Im 16. Bayerischen Landtag sind nach dem endgültigen Ergebnis aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten insgesamt 187 Abgeordnete (2003: 180) vertreten. 

Vier Überhang und drei Ausgleichsmandate
Überhangmandate entstehen dann, wenn eine Partei im Wahlkreis mehr Stimmkreismandate (sogenannte Direktmandate) erringt als ihr gemäß ihrem Gesamtstimmenanteil  – also der Summe aller auf sie entfallenen Erst- und Zweitstimmen im Wahlkreis –  zustehen. Diese Überhangmandate können der betreffenden Partei nicht genommen werden. Damit sich auch im Fall von Überhangmandaten das Wahlergebnis im jeweiligen Wahlkreis korrekt proportional widerspiegelt, sieht das Landeswahlgesetz sogenannte „Ausgleichsmandate“ vor. Dabei wird die Anzahl der zu vergebenden Sitze für den Wahlkreis Schritt für Schritt erhöht und nach dem Verfahren Hare-Niemeyer auf die einzelnen Parteien verteilt, bis wieder ein proportionaler Ausgleich hergestellt ist.


Drei Überhangmandate hat die CSU im Wahlkreis Oberbayern errungen. Diese Überhangmandate werden durch zwei Ausgleichsmandate für die SPD und ein Ausgleichsmandat für Bündnis 90/Die Grünen ausbalanciert. Auch in der Oberpfalz errang die CSU ein Überhangmandat, Ausgleichsmandate fielen hier nicht an.

 

Von den insgesamt 187 Abgeordneten gehören 92 Abgeordnete der CSU an (2003: 124). Die SPD kommt auf 39 Mandate (2003: 41) und Bündnis 90/Die Grünen auf 19 (2003: 15) der 187 zu vergebenden Sitze. Die Freien Wähler ziehen mit 21, die FDP mit 16 Abgeordneten neu in den Bayerischen Landtag ein.


Bei den Direktmandaten entschieden sich in 90 der 91 bayerischen Stimmkreise die Wähler mit ihrer Erststimme für den Bewerber oder die Bewerberin der CSU. Die SPD war lediglich in einem Stimmkreis erfolgreich, und zwar in München-Milbertshofen mit 39,9 Prozent. Den höchsten Anteil mit 54,1 Prozent der Erststimmen erzielte die CSU im Stimmkreis Mühldorf a. Inn, den niedrigsten Anteil mit 26,7 Prozent der Erststimmen im Stimmkreis München-Milbertshofen.